EnEV und EEWärmeG 

 

Dienstleistungen auf Basis der Energieein-sparverordnung 2014:

 

Erstellen von Energiebedarfsausweisen gemäß § 16 der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) für Neu-, An-, und Umbauten. Des Weiteren Energiebedarfsnachweise mit allen erforderlichen Berechnungen laut EnEV 2014 für KFW-Effizienzhaus 70 und — Effizienzhäuser 55 und 40 Energiesparhäuser der KFW-Foerderbank (KfW „Effizient Bauen“ Programm-Nr. 153 für Neu-, An- u. Umbauten) incl. aller erforderlichen Sachver-ständigenbestätigungen.

 

Der Energiebedarfsausweis ist eine notwendige Ergänzung zum Bauantrag für Neubauten sowie Energiebedarfsberechnungen für KFW– Fördermittel-anträge.

 

Die neue Energieeinsparverordnung  2014 (EnEV) wurde am 16.10.2013 von der Bundesregierung mit den Maßgaben des Bundesrates verabschiedet und erschien am 21.11.2013 im Bundesgesetzesblatt. Sie tritt am 01.05.2014 in Kraft.

 

Die EnEV stellt Architekten, Ingenieure und Fachplanern vor neuen Aufgaben, eröffnet aber auch Freiräume bei der Gebäudeplanung. Sie ist ein logischer und notwendiger Schritt bei der Verfolgung des Ziels, Einsparung fossiler Brennstoffe sowie bis zum Jahr 2020 die CO2 - Emissionen um bis zu 45% gegenüber dem Stand von 1990 zu verringern.

 

Kontaktieren Sie mich für die Erstellung eines Angebotes für Ihr individuelles Bauvorhaben! 

 

 

Was regelt bzw. ändert sich mit der Energieeinsparverordnung 2014 ?

 

Wie bisher regelt die Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV 2014) folgende Bereiche:

 

  • Energieausweise für Bestandsgebäude und Neubauten. Wobei der Stellenwert des Energie-ausweises deutlich angehoben wird!
  • Energetische Mindestanforderungen für Neu- bauten. Wobei das energetische Anforder-ungsniveau ab den 01.01.2016 um bis zu 25% steigt! 
  • Energetische Mindestanforderungen für Modern-isierung, Umbau, Ausbau und Erweiterung be- stehender Gebäude (hier keine erhöhten An- forderungen).
  • Mindestanforderungen für Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik, sowie Warmwasserversorgung.
  • Energetische Inspektion von Klimaanlagen.
  • Wie bisher gilt die EnEV für alle beheizten und gekühlten Gebäude bzw. Gebäudeteile. Sonder-regelungen gelten für Gebäude, die nicht regelmäßig geheizt, gekühlt oder genutzt werden (z. B. Ferienhäuser), die nur für kurze Dauer errichtet werden (z.B. Zelte) oder für ganz spezielle Nutzung (z.B. Gewächshäuser, Ställe).
  • Ordnungswidrigkeiten

 

Folgende wesentliche Änderungen treten mit der EnEV 2014 gegenüber der EnEV 2009 in Kraft:  

 

  1. Verschärfung der primärenergetischen An- forderungen (Gesamtenergieeffizienz) an neu gebaute Wohn- und Nichtwohngebäude um 25 Prozent ab 1.1.2016. Die Wärmedämmung der Gebäudehülle muss zudem im Schnitt etwa 20 Prozent besser ausgeführt werden.
  2. Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und nach dem 1.1.1985 eingebaut wurden, müssen nach 30 Jahren außer Betrieb genommen werden. Wurden die entsprechenden Heizkessel vor 1985 einge- baut, dürfen diese schon ab 2015 nicht mehr betrieben werden. Ausnahmen gelten für Nieder-temperatur- und Brennwertkessel sowie für be- stimmte selbstnutzende Ein- und Zweifamilien-hausbesitzer.
  3. Für den Gebäudebestand sind darüber hinaus keine wesentlichen Verschärfungen vorgesehen.
  4. Einführung eines einfachen EnEV-Nachweis-verfahrens für Wohngebäude (nur für Neubauten- "enev easy")
  5. Neuskalierung des Bandtachos im Energieausweis für Wohngebäude bis 250 kWh/(m²a) und Stärkung der Modernisierungsempfehlungen. Der Bandtacho wird zusätzlich durch Energieeffizienzklassen von A+ bis H ergänzt.
  6. Verkäufer und Vermieter von Immobilien sind künftig verpflichtet, den Energieausweis an Käufer bzw. Mieter zu übergeben. Der Energie-ausweis muss bereits bei der Besichtigung vorgelegt werden.
  7. Energetische Kennwerte (Endenergie) müssen künftig im Falle des Verkaufs oder der Vermietung in Immobilienanzeigen angegeben werden. Liegt ein Energieausweis mit Energie-effizienzklasse vor, muss die entsprechende Einstufung auch veröffentlicht werden.
  8. Erweiterung der Aushangpflicht für Energie-ausweise (gilt für öffentliche Gebäude mit starkem Publikumsverkehr ab 250 m² Nutzfläche und entsprechende private Gebäude ab 500 m² Nutzfläche).
  9. Modernisierungshinweise werden Bestandteil des Energieausweises.
  10. Senkung des Primärenergiefaktors von Strom auf 2,4 und ab 2016 auf 1,8.
  11. Einführung von Registriernummern und Stich-probenkontrollen für Energieausweise.
  12. Einführung eines Kontrollsystems fü Inspekt-ionsberichte von Klimaanlagen.
  13. Vorschrift zur Außerbetriebnahme von elekt-rischen Nachtspeicherheizungen wurde ge- strichen.

 

 

 Was bewirkt das Erneuerbare-Energien Wärmegesetz (EEWärmeG 2011)

 

 

Für neu zu errichtende bzw. komplett sanierte Wohn– und Nichtwohngebäude gilt mit Einreichen des Bauantrags bzw. der Bauanzeige, ab den 01.01.2009 das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz!

Das nivellierte EEWärmegesetz ist seit dem 01.05.2011 anzuwenden. Die Novelle gilt insbe-sondere für öffentliche Neu- und Bestandsbauten (Sanierungen). 

 

Was bedeutet dieses für künftige Bauherren?

 

Das EEWärmeG leitet sich direkt aus dem Klimabeschluss von Meseberg im Jahr 2007 ab.

Ziel ist es , den Anteil der erneuerbaren Energien am Wärmemarkt von heute ca. 7% auf 14% im Jahr 2020 zu erhöhen.

Forderung des Gesetzes ist, dass Neubauten bzw. grundsanierte Gebäude ab den 01.01.2009 einen Teil Ihres jährlichen Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien decken müssen. Und zwar mit Solarthermie, einer Biomasseheizung oder einer Wärmepumpe. Es können folgende Ersatzmaßnahmen eingebaut werden: Wärmerückgewinnung (z.B. Lüftungsanlagen), Kraft-Wärme-Kopplung (z.B. Mini-BHKW), Fernwärmeanschluss oder verbesserte Wärmedämmung des Gebäudes.

 

Es gelten nachfolgend aufgeführte Mindestanteile erneuerbarer Energien am jährlichen Wärme- oder Kälteenergiebedarf des Gebäudes:

 

                          Neubauten     Sanierung

                          Wohn- und     öffentliche

                          Nichtwohngeb. Gebäude 

 

1. Solarthermie             = 15%         = 15%      

2. Gasförmige Biomasse      = 30%         = 25% 

3. Flüssige Biomasse        = 50%         = 15%   

4. Feste Biomasse           = 50%         = 15% 

5. Geothermie Umweltwärme   = 50%         = 15%

6. Erneuerbare Kälte        = 50%         = 15% 

 

Ersatzmaßnahmen:

 

1. Wärmerückgewinnung       = 50%         = 50% 

2. Kraft-Wärme-Kopplung     = 50%         = 50% 

3. Nah– oder Fernwärme      = 100%        = 100% 

4. Verbesserte Wärmedämmung = 15% besser als das       Niveau der gültigen Energieeinsparverordnung   

  (Nachweis über Energiebedarfsausweis durch einen     Sachverständigen).

    

Nachweise:

Der Eigentümer eines Gebäudes muss nachweisen, dass erneuerbare Energien im vorgeschriebenen Maß genutzt werden oder das eine Ausnahme vorliegt. Der Nachweis besteht aus folgenden Teilen:

 

1.  Einer Bestätigung eines Sachverständigen, dass  der Mindestanteil am Wärmeenergiebedarf für  die gewählte Energiequelle erreicht wird  

(z.B.50% für flüssige und feste Biomasse).

 

2. Eine Bestätigung (z.B. vom Hersteller), dass die speziellen technischen Anforderungen für diese  

Wärmequelle erfüllt werden (z.B. Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe).

 

3. Einem zusätzlichen Nachweis, z.B. die Rechnung  

des Brennstofflieferanten bei Verwendung von Biomasse.

 

Der Nachweis ist innerhalb von drei Monaten nach Inbetriebnahme der Heizungsanlage bei der nach landesrecht zuständigen Behörde vorzulegen. Die Nachweise der technischen Anforderungen sind mindestens fünf Jahre aufzubewahren.

 

Brennstoffrechnungen müssen bis zu 15 Jahren aufbewahrt und auf verlangen vorgelegt werden.  

Bei Zuwiderhandlung drohen dem Eigentümern Geld- bußen bis zu 50.000 €, d.h. bei nicht erreichten Deckungsanteilen, nicht korrekten Nachweisen oder falschen Angaben. Werden die Nachweise nicht wie vorgeschrieben aufbewahrt, beträgt die Geldbuße  

bis zu 20.000 €.

 

Der Inhalt ist sorgfältig und nach bestem Wissen erstellt worden. Der Seitenbetreiber übernimmt keinerlei Haftung für eventuell falsche oder missverständliche Darstellungen.