Förderungen Erneuerbarer Energien 

Neue Förderrichtlinien des Bundesamtes für Wirtschaft– und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Marktanreizprogramm für Heizen mit erneuer-baren Energien / Austauschprämie für Öl-heizungen ab 01.01.2020!

 

Mit folgenden Maßnahmen können Förderungen ab 02.01.2020 bei der BAFA beantragt werden:

 

Allgemeine Informationen

Die Förderung erfolgt als prozentualer Anteil der tatsächlichen Kosten für den Austausch bzw. Erweiterung der Heizungsanlage entstanden förder-fähigen Kosten, inkl. der Kosten für notwendige Umfeldmaßnahmen zur Installation der neuen Anlage.

Es gelten die Bestimmungen der Richtlinie vom 31.12.2019 (siehe www.bafa.de)!

 

Hinweis: In Bestandsgebäuden werden Anlagen gefördert, die zum Zeitpunkt der Antragsstellung bereits mehr als 2 Jahren in Betrieb sind. In Neubauten werden Solarkollektoranlagen mit 30 % sowie Biomasse- und Wärmepumpenanlagen mit 35% der förderfähigen Kosten gefördert. Die technischen Mindestanforderungen sind hier anspruchsvoller als bei Bestandsgebäuden.

Die Antragstellung muss vor Vorhabenbeginn erfolgen. Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden.


Hinweis zur Kumulierbarkeit mit KfW-Förderprogrammen:  

Für die selbe Maßnahme ist die Kombination einer BAFA-Förderung mit einer KfW-Förderung uneingeschränkt zulässig, sofern eines der folgenden KfW-Programme in Anspruch genommen wird:

 

  • „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (Kredit,Programmnummer 167)für Heizungsanlagen-technik mit Erneuerbaren Energien.
  • „Energieeffizient Bauen“ (Programmnummer 153).

 

Ein Kumulierungsverbot liegt hingegen bei einer gleichzeitigen Inanspruchnahme der folgenden KfW-Förderprogramme vor:

 

  • "Energieeffizient Sanieren" – Effizienzhaus + Einzelmaßnahmen (Kredit,     Programmnummer 151/152)
  • "Energieeffizient Sanieren" – Effizienzhaus + Einzelmaßnahmen     (Investitionszuschuss, Programmnummer 430).
  • Kumulierung mit der Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzen Gebäuden (§ 35 c Einkommenssteuergesetz).                                                 

Gefördert werden:

 

1. Hybridheizungen.

   

1.1 EE-Hybridheizungen kombinieren ausschließlich Technologie-Komponenten zur thermischen Nutzung erneuerbarer Energien (Solar, Biomasse oder Wärmepumpe) über eine gemeinsame Steuerungs- und Regelungstechnik miteinander.

Die technischen Voraussetzungen für die Förderung der EE-Hybridheizung ergeben sich aus den technischen Voraussetzungen der Technologie-Komponenten.

Die Förderung beträgt bis zu 35% der förderfähigen Kosten.


1.2 Gas-Hybridheizungen kombinieren eine neue Gasheizung mit einem oder mehreren Technologie-Komponenten zur thermischen Nutzung erneuerbarer Energien (Solar, Biomasse oder Wärmepumpe) über eine gemeinsame Steuer- und Regelungstechnik.

Technische Voraussetzungen für die Förderung der Gas-Hybridheizung:


  • die jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz (ETA S) muss mind. 92 % erreichen
  • eine hybridfähige Steuerungs- und Regeltechnik muss installiert oder vorhanden sein
  • der regenerative Wärmeerzeuger muss mind. 25 % der Heizlast des versorgten Gebäudes bedienen
  • der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage.

Die Förderung beträgt bis zu 30% der förderfähigen Kosten


 

1.3 "Renewable Ready" wird bei der Erstellung einer Gas-Hybridheizung (siehe oben) zunächst nur ein neuer Gasbrennwertkessel installiert und erst später, in einer zweiten Maßnahme, die thermische Nutzung erneuerbarer Energien realisiert, kann die Installation des Gasbrennwertkessels gefördert werden, falls hybridfähige Steuerungs- und Regelungstechnik für den künftigen erneuerbaren Teil des Heizsystems mit verbaut wird.

Die Erweiterung von „Renewable Ready“ zu einer Gas-Hybridheizung gemäß den Technischen Mindestanforderungen muss binnen zwei Jahren erfolgen.

Technische Voraussetzungen für die Förderung der „Renewable Ready“ Gas-Brennwertheizung:


  • der Maßnahme liegt das Konzept für die geplante Gas-Hybridheizung, die alle Technischen Voraussetzungen erfüllt, zu Grunde
  • die jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz (ETA S) muss mind. 92 % erreichen
  • eine hybridfähige Steuerungs- und Regeltechnik muss installiert werden oder vorhanden sein
  • die Umwandlung in eine Gas-Hybridheizung ist innerhalb von 2 Jahren nachzuweisen
  • ein Speicher für die künftige Einbindung des erneuerbaren Wärmeerzeugers muss installiert werden oder vorhanden sein. Ausnahmsweise kann in Nichtwohngebäuden auf einen Speicher verzichtet werden, wenn Biogas zu einem Anteil von mehr als 55% dauerhaft über die Mindestnutzungsdauer der Anlage eingesetzt wird.
  • der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage.

Die Förderung beträgt bis zu 20% der förderfähigen Kosten.

 

 

2. Solarkollektoranlagen.


Die Errichtung oder Erweiterung von Solarkollektor-anlagen zur thermischen Nutzung wird gefördert, wenn sie überwiegend der Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung, der Kälteerzeugung oder der Zuführung der Wärme/Kälte in ein Wärme- oder Kältenetz dienen.

Anlagen, die die Technischen Mindestanforderungen erfüllen, werden in einer Liste geführt.

Die Förderung beträgt bis zu 30% der förderfähigen Kosten



3. Biomasseanlagen.


Gefördert wird die Installation von

  • Kesseln zur Verbrennung von Biomassepellets und –hackschnitzeln
  • Pelletöfen mit Wassertasche
  • Kombinationskesseln zur Verbrennung von Biomassepellets bzw. Hackschnitzeln und Scheitholz
  • sowie besonders emissionsarme Scheitholzvergaserkessel

ab 5 kW Nennwärmeleistung zur thermischen Nutzung.

Anlagen, die die Technischen Mindestanforderungen erfüllen, werden in Listen geführt (siehe unter www.bafa.de).


Die Förderung beträgt bis zu 35% der förderfähigen Kosten

 

 

4. Effiziente Wärmepumpenanlagen.


Gefördert wird die Errichtung von effizienten Wärmepumpenanlagen einschließlich der Nachrüstung bivalenter Systeme, wenn sie überwiegend der Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung von Gebäuden oder der Zuführung der Wärme in ein Wärmenetz dienen.

Anlagen, die die Technischen Mindestanforderungen erfüllen, werden in einer Liste  geführt.

Die Förderung beträgt bis zu 35% der förderfähigen Kosten.

 


5. Austausch für Ölheizungen.


Wird eine Ölheizung durch eine förderfähige Hybridheizung, Biomasseanlage oder Wärmepumpenanlage ersetzt, erhöht sich der gewährte Fördersatz um 10 Prozentpunkte. Dadurch ergibt sich für Heizungen, die ausschließlich erneuerbare Energien nutzen, ein Fördersatz von 45% und für Heizungen, die sowohl erneuerbare Energien als auch Erdgas nutzen ein Fördersatz von 40%.


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Den genauen Richtlinientext sowie das Verfahren der Antragsstellung als auch die Nachweisführung mit den weiteren technischen Mindestanforderungen (inkl. Listen für zugelassene Hersteller) sowie die förderfähigen Kosten können Sie der Internetseite www.bafa.de/Heizen mit Erneuerbare Energien entnehmen!


Förderübersicht: Heizen mit erneuerbaren Energien 2020 (PDF, 40KB, Datei ist nicht barrierefrei)



Dies ist eine Zusammenfassung der Förderrichtlinien. Informieren Sie sich auf jeden Fall vor der Konzeption bzw. Realisierung einer Maßnahme bei der zuständigen Stelle über die aktuellen und vollständigen Richtlinien sowie über die Verfügbarkeit von Fördermitteln!

 

 

 

 

 

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